Vorwort

Wir haben für euch die wichtigsten Coronaschutzverordnungen der einzelnen Bundesländer unserer Vereinigung zusammengefasst, die die Jugendverbandsarbeit betreffen. Wenn ihr Jugend- und Pfadfindergruppenstunden oder Kinderaktionen durchführen wollt, bietet euch diese Übersicht eine erste Orientierung. Trotzdem liegt es in eurer Verantwortung, selbstständig die Verordnungen zu studieren und danach zu handeln. Verlässt euch bitte nicht auf das Hörensagen!

In der momentanen Situation mit über 20.000 Neuinfektionen pro Tag empfehlen wir euch auf Präsenzveranstaltungen im November zu verzichten.

Bleibt gesund. 

Euer Adventjugend-Team

Stand: 6.11.2020

Sozialgesetzbuch

Jugendverbandsarbeit arbeitet in erster Linie auf Grundlage der Paragraphen §§ 11 SGB VIII und 12 SGB VIII.

Jugend- und Pfadfinderstunden und Kinderaktionen, die außerhalb der regulären Gottesdienstzeiten stattfinden, zählen zur Jugendverbandsarbeit und sind damit keine Veranstaltungen im Sinne der Religionsausübung bzw. sind keine religiösen Veranstaltungen.

Sachsen

Link: Sächsische Corona-Schutz-Verordnung und Häufige Fragen 

Die folgenden Bestimmungen gelten unabhängig der derzeitigen Fallzahlen in Sachsen.

In Sachsen gilt eine Kontaktbeschränkung. Im öffentlichen Raum dürfen sich momentan bis zu zehn Personen aus maximal zwei Hausständen treffen. Im privaten Raum dürfen sich bis zu zehn Personen aus maximal zwei Hausständen oder bis zu fünf Leuten aus bis zu fünf unterschiedlichen Hausständen treffen. Auch bei Einhaltung dieser Anzahl muss der Mindestabstand von 1,5 m zu den Personen der anderen Hausstände eingehalten werden (§ 2)! Bei allen Veranstaltung müssen alle Personen, ab 6 Jahren alt sind während der gesamten Zeit eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen (§ 3).

Der § 4 regelt, dass keine Präsenzveranstaltungen der Jugendverbandsarbeit stattfinden darf. Nach Nummer 1 gibt es keine Fortbildungen in der Jugendverbandsarbeit. Nur eine Ausnahme dürft ihr euch zunutze machen: Nach Nummer 13 sind Jugendstunden und Pfadfinderstunden dann möglich, wenn sie eine sozialpädagogische Betreuung haben. Eine „sozialpädagogische Betreuung“ bedeutet die Leitung der Veranstaltung durch alle pädagogischen oder vergleichbar qualifizierten, hauptamtlichen Fachkräfte. Dazu gehören auch gemeindepädagogische Fachkräfte sowie Erzieher. Das bedeutet, dass zumindest alle hauptamtlich pädagogisch arbeitenden Fachkräfte ihre Arbeit mit physisch-sozialen Kontakt wieder aufnehmen dürfen. Der Schwerpunkt liegt auf Pädagogisch Fachkräfte (also nicht die bei der Gemeinde angestellten Hausmeister oder ähnliches) und Hauptamtliche Fachkraft (also unsere Pastoren). Trotzdem muss der Abstand eingehalten werden und eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Zusätzlich wird ein Hygienekonzept nach § 5 gebraucht.

Beachtet für eure Präsenzveranstaltungen deshalb auch die Hygieneverordnung des Landes Sachsen, die wichtige Hinweise für die Erstellung eures Hygienekonzepte gibt.

Prüft vor Durchführung einer Veranstaltung immer auch die Vorschriften eures Landkreises/eurer Stadt!

Sachsen-Anhalt

Link: 8. Eindämmungsverordnung

Die folgenden Bestimmungen gelten unabhängig der derzeitigen Fallzahlen in Sachsen-
Anhalt.

Nach § 1 gilt es einen Mindestabstand von 1,5 m (beim Singen min. 2m). Für jede Veranstaltung ist ein Hygienekonzept zu erstellen. Alle Personen ab 6 Jahre müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung während der gesamten Zeit der Veranstaltung tragen.

Darüber hinaus müssen alle Verbände nach § 2 sicherzustellen, dass bei den Veranstaltungen die Gruppengröße von zehn Personen nicht überschreiten.

Nach § 4 darf offene Kinder- und Jugendarbeit stattfinden. Jugendverbandsarbeit ist eine Unterkategorie der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Jugend- und Pfadfinderstunden und Kinderaktionen dürfen also stattfinden. Mindestabstand und Mundschutz müssen aber beachtet werden. Davon darf nur abgewichen werden, wenn es die pädagogische Zielsetzung unbedingt erforderlich macht. Auch müsst ihr eine Teilnehmerliste führen, die zur Kontaktverfolgung genutzt werden kann.

Prüft vor Durchführung einer Veranstaltung immer auch die Vorschriften eures Landkreises/eurer Stadt!

Thüringen

Links:

Die folgenden Bestimmungen gelten unabhängig der derzeitigen Fallzahlen in Thüringen.


Für Thüringen sind die drei oben genannten Verordnungen in genau dieser Rangfolge zu beachten.


Jugendverbandarbeit ist grundsätzlich möglich.


Personen ab 6 Jahren müssen während der Veranstaltungen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Außerdem muss ein Infektionsschutzkonzept für jede Veranstaltung erstellt werden. Grundsätzlich muss der Abstand von 1,5 m eingehalten werden. Auch müsst ihr eine Teilnehmerliste führen, die zur Kontaktverfolgung genutzt werden kann.

Wenn ein Landkreis den „Regelbetrieb mit erhöhtem Infektionsschutz“ festgelegt hat, darf Jugendverbandsarbeit nur noch in festen Gruppen mit gleichbleibende Zusammensetzung stattfinden. Nur dann (!) darf der Mindestabstand innerhalb dieser Gruppen unterschritten werden.

Prüft vor Durchführung einer Veranstaltung immer auch die Vorschriften eures Landkreises/eurer Stadt!

Brandenburg

Link: Verordnung über befristete Eindämmungsmaßnahmen

Die folgenden Bestimmungen gelten unabhängig der derzeitigen Fallzahlen in Brandenburg.

Nach § 16 ist die Jugendarbeit mit Personen ab 14 Jahren untersagt.

Solltet ihr ein Angebot ausschließlich für Kinder unter 14 Jahre durchführen wollen, muss der Abstand von 1,5 m sowie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für Kinder ab 6 Jahren beachtet werden. Eine Obergrenze für die Anzahl der Teilnehmer einer Veranstaltung besteht nicht. Auch müsst ihr eine Teilnehmerliste führen, die zur Kontaktverfolgung genutzt werden kann.


Prüft vor Durchführung einer Veranstaltung immer auch die Vorschriften eures Landkreises/eurer Stadt!

Berlin

Link: Infektionsschutzverordnung

Die folgenden Bestimmungen gelten unabhängig der derzeitigen Fallzahlen in Berlin.

In Berlin ist die Jugendverbandsarbeit ohne Teilnehmerobergrenze möglich, jedoch nur wenn der Mindestabstand von 1,5 m während der gesamten Zeit der Veranstaltung gewährleistet ist. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss getragen werden. Dieses darf während des Sitzens auf dem eigenen Stuhl abgenommen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 m zu allen Seiten gewährleistet ist. Weiterhin muss ein Hygienekonzept erstellt und ein Hygieneverantwortlicher benannt werden. Auch müsst ihr eine Teilnehmerliste führen, die zur Kontaktverfolgung genutzt werden kann.

Prüft vor Durchführung einer Veranstaltung immer auch die Vorschriften eures Bezirks/eurer Stadt!